Roman Niewodniczanski (Der Rebenflüsterer) schrieb im August 2011 selbst begeistert über seinen Jahrgang 2010: „... Zu unserer großen Freude erkennen wir in der Kollektion 2010 bereits heute einige unserer bisher besten Weine auf Van Volxem. Die herrliche Verbindung von reifer (natürlicher!) Säurestruktur mit dichter, strukturgebender Mineralität und moderatem Alkoholgehalt provoziert bereits in der Jugend der Weine einen Trinkreflex, dem sich nur wenige Liebhaber werden entziehen können. Sehr geholfen hat uns dabei neben unserem exzellenten Weinbergspotential die wieder ganz bewusste Entscheidung gegen moderne önologische Verfahren wie Reinzuchthefen, Entsäuerung, Schönung, etc. Das eigentliche Problem im Jahrgang 2010 ist aber die bedingt durch eine homöopathische Ernte viel zu geringe Menge an Wein. Trotz drastischer Limitierung war die Nachfrage nach unseren neuen Weinen wieder so hoch, dass beispielsweise die Gutsweine bereits nach wenigen Wochen ab Weingut ausverkauft waren. Entgegen mancher kritischer Presseberichte bot 2010 gerade in den Schiefersteillagen der Saar dank alter Reben, exzellenter Weinbergslagen und handwerklich sorgfältigster Arbeit durchaus die Chancen, hervorragende Weine zu erzeugen. Nachdem die meisten unserer 2010er nun langsam die (natürliche) Gärung beenden und noch einige Zeit in ihren Fässern reifen, bestätigt sich unser früherer Eindruck von einer sehr guten Qualität dieses außergewöhnlichen Jahrgangs, in dem wir neben sehr langlebigen Weinen der Grossen Lagen, die vielleicht besten edelsüßen Rieslinge des letzten Jahrzehnts erzeugt haben. Reife, selbstverständlich naturbelassene Fruchtsäuren und eine dank niedrigster Erträge herrliche Mineralik haben Weine erbracht, die mit ihrer Bekömmlichkeit und großen Trinkfreude noch viele Jahre begeistern werden. Dies ist auch vielen unserer Kunden nicht entgangen, weswegen wir in den letzten Wochen von Aufträgen geradezu überrannt wurden. In der Folge sind wir bereits jetzt trotz strenger Limitierung mit einem großen Teil der 2010er Ernte ab Weingut ausverkauft.“ Seine großartigen Grand Crus von der Saar gehören mit ihrer opulenten Rieslingfrucht und mineralischen Finesse zu den besten Weinen Deutschlands und tragen maßgeblich zur weltweit beginnenden, längst überfälligen Riesling-Renaissance bei. Weine ERSTER LAGE aus den besten Weinbergen Deutschlands sind per se Weine mit wiedererkennbarem Terroir. Die hochwertigsten Terroirs sind parzellengenau abgegrenzt und werden individuell vinifiziert, um das spezielle, einzigartige Geschmacksprofil im Wein zu bewahren. Auch Wawern liegt im Talgrund einer alten Saarschleife, ein wenig vom heutigen Fluss- bzw. Kanalbett entfernt. Direkt hinter dem Ort beginnt ein ausgedehnter Südhang, bedeckt von Weingärten, die sich bis zum Hardtwald hinaufziehen. In den fabelhaften Steillagen von Wawern liegen historisch gesehen die ältesten Weinberge der Saar. Die besten Parzellen liegen im Goldberg mit roten, eisenreichen Schieferverwitterungsböden.
FACHPRESSE (JG 09):
WEINWISSER – Ausgabe 10/2010
Unter dem Titel „Renaissance des alten Saar-Rieslings“ schwärmt der Weinwisser von den Weinen des Weingutes Van Volxen:
„Roman Niewodniczanski („Sie können Niwo zu mir sagen“) hat noch immer das Feuer und den Enthusiasmus seiner Anfangsjahre. Bevor der hochgewachsene Saarwinzer auf dem Wiltinger Edelweingut seine 2009er zur hurtigen Probe ausschenkt, zeigt er uns auf dem Laptop alte Dokumente, die den Stil der Saarweine von vor 80 bis 120 Jahren beschreiben. Demnach waren Leichtigkeit, Feinheit und Bekömmlichkeit die allseits geschätzten Tugenden der Rieslinge von Mosel, Saar und Ruwer. Das ist genau der Stil, den Niwo auf van Volxem zu neuem Leben erwecken will: nicht mit trockenen, mit edelsüssen (die sind an der Saar zum Glück unvermeidbar), sondern mit leichten, feinherben Weinen....
... Allen Riesling-Freunden sei aber dringend geraten, die grossen Rieslinge von van Volxem weit weg zu legen, weil sie jung nicht annähernd so fein, entspannt und vielschichtig sind wie gereift. Man kann sich über die Jahre ja zunächst mit den nur vermeintlich „einfacheren“ Rieslingen („Schiefer“, „Saar“, „Alte Reben“) vergnügen und von den Crus pro Jahr eine Flasche probieren – vorausgesetzt natürlich, man geizt nicht beim Kauf.“
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